Ratgeber · 7 Min. Lesezeit

App-Blocker und Datenschutz

Eine App zu sperren ist technisch simpel. Trotzdem verlangen viele Bildschirmzeit-Apps Zugriff auf Dinge, die damit nichts zu tun haben. Dieser Text zeigt, was wirklich nötig ist — und woran du übergriffige Software erkennst, bevor du sie installierst.

Was zum Sperren technisch nötig ist

Um zu verhindern, dass eine App geöffnet wird, braucht ein Tool genau zwei Dinge: die Liste der installierten Apps unddeine Auswahl, welche davon gesperrt sein sollen. Mehr nicht.

Alles darüber hinaus — Nachrichten, Kontakte, Standort, Fotos, Browserverlauf — hat mit der eigentlichen Aufgabe nichts zu tun. Wenn eine App das anfragt, dient es einem anderen Zweck: Auswertung, Profilbildung oder Weiterverkauf von Daten.

Faustregel: Je mehr eine App über dich wissen will, desto weniger geht es um dich.

Die Berechtigungen, bei denen du misstrauisch werden solltest

BerechtigungWird oft begründet mit …Nötig?
Nutzungsdaten„Statistiken zu deiner Bildschirmzeit“Teilweise
Standort„Orte, an denen du produktiv bist“Nein
Benachrichtigungen lesen„Ablenkungen filtern“Nein
Kontakte„Freunde einladen“Nein
Browserverlauf„Websites blockieren“Nein*
Konto/Anmeldung„Synchronisierung“Nein

* Websites lassen sich auf DNS-Ebene filtern, ohne den Verlauf zu lesen oder zu speichern — die Anfrage wird blockiert, bevor eine Verbindung entsteht. Wer dafür deinen Verlauf braucht, macht etwas anderes.

„Geräteverwaltung“ — was der Warnhinweis wirklich bedeutet

Android zeigt auf jedem Gerät mit Verwaltungsrechten einen Hinweis, der auflistet, was eine Administrator-App könnte: Daten löschen, Passwort zurücksetzen, Bildschirm sperren. Das erschreckt viele Menschen zu Recht.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Fähigkeit undVerwendung. Der Hinweis beschreibt, was die Plattform grundsätzlich erlaubt — nicht, was die installierte App tatsächlich tut. Bei StillPhone werden diese Funktionen nie aufgerufen: kein Fernlöschen, kein Zurücksetzen von Passwörtern, kein Sperren des Bildschirms.

Und das musst du uns nicht glauben: UnterEinstellungen → Sicherheit → Geräteverwaltung → Richtlinien anzeigen siehst du auf deinem eigenen Gerät, welche Regeln tatsächlich gesetzt sind.

Welche Einschränkungen StillPhone setzt — und warum

Die Liste ist bewusst kurz. Jede Einschränkung schließt genau einen Umweg:

EinschränkungGrund
App-InstallationVerhindert das Neuinstallieren einer gesperrten App
Unbekannte QuellenDerselbe Umweg über eine APK-Datei
Datum & UhrzeitVerhindert das Überspringen der Frist per Uhr-Manipulation
Privates DNSSchützt die Website-Filterung vor manuellem Abschalten
EntwickleroptionenVerhindert Eingriffe per Computer-Befehl
Abgesicherter ModusSchließt den Start ohne Einschränkungen
ZurücksetzenVerhindert den „einfach löschen“-Reflex

Auffällig ist, was nicht in der Liste steht: nichts, was dein Handy allgemein einschränkt. Benachrichtigungen, Sperrbildschirm, Schnelleinstellungen, Kamera, Banking-App — alles bleibt deins.

Datensparsamkeit ist keine Marketing-Aussage, sondern eine Bauweise

Der sicherste Umgang mit Daten ist, sie gar nicht erst zu erheben. Was nicht gespeichert wird, kann weder geleakt noch verkauft noch angefragt werden. Deshalb fragt StillPhone die kritischen Berechtigungen nicht an — nicht als Versprechen, sondern weil sie für die Funktion nicht gebraucht werden.

Praktisch heißt das: Wir sehen deine Nachrichten nicht, kennen deinen Standort nicht, erfassen keinen Browserverlauf und zeichnen deinen Bildschirm nicht auf. Bekannt sind uns die installierten Apps und deine eigene Auswahl — das Minimum, um deine Entscheidung durchzusetzen.

Checkliste vor der Installation

StillPhone sperrt Apps auf Systemebene, ohne Zugriff auf Nachrichten, Standort, Kontakte oder Verlauf. Nichts wird gelöscht, deine Daten bleiben unberührt — nur der Zugriff schließt sich, nach Regeln, die du selbst festlegst.

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